Grundriss der Orangerie (Ankermann) | um 1712

Titel
Grundriss der Orangerie (Ankermann)
Herstellung
Autor
Ankermann, Bernhard Christian
Datierung
um 1712
Technik/Art
Kupferstich
Beschreibung

Die Orangerie ist auf halbovalem Grundriss gebaut. Die Enden bilden Pavillons aus, welche parallel zur Gartenachse umbiegen. Der Mittelteil, in dem der prachtvolle Wassersaal situiert ist, setzt die Rundungen nicht fort, sondern besitzt einen rechteckigen Grundriss. Die Nord- und Südfronten sind durch regelmäßige Fensteröffnungen gekennzeichnet, wobei die Öffnungen im Süden deutlich zahlreicher sind und zudem in dem mit Säulen vorgestellten, dreibogigen Portal kulminieren. 

Der Grundriss zeigt neben dem "Lager vor die Bäume" in den viertelkreisförmigen Flügeln und dem festlichen "Garten Sahl" auch die Raumaufteilung in Zimmer und Küche in den Seitenpavillons. Die Appartments für das Fürstenpaar legen die Orangerie von Beginn an als Wohn- und Rückzugsort aus. (vgl. Möseneder 2012, S. 53)

Im Laufe des 18. Jahrhunderts werden die Räumlichkeiten für unterschiedliche persönliche und festliche Zwecke, für Büros und Dienstzimmer zunächst nur in den Eckpavillons und alsbald auch in den Flügeln gestaltet und umgestaltet. Bis zu ihrem Tod 1818 hat die letzte Markgräfinwitwe Sophie Caroline Marie von Braunschweig Wolfenbüttel, die seit 1763 in Erlangen residierte, die Räume genutzt. (vgl. Wachter 2006, S. 15, Art. "Sophie Caroline Marie" in: Erlanger Stadtlexikon Hg.: Friedrich, Christoph, von Haller, Bertold Freiherr, Jakob, Andreas. Nürnberg 2002)

Laura Albers

Abbildung
Abbildungsnachweis
FAU Erlangen-Nürnberg, Graphische Sammlung (SlgER A26 3)